Neuigkeiten rund um Corona, Haus und Kinder und Anderes - Juni 2020

Landwirtschaftliche Entwicklung im HiH Projekt

Nach sehr langer Überzeugungsarbeit unsererseits, auch Tiere gut zu behandeln und sie als Lebewesen zu sehen, haben wir uns riesig gefreut, wie dies nun in der Schweinehaltung umgesetzt wurde.

Ersetzt wurden die ursprünglichen winzigen Pferche auf Betonboden durch ein Freilaufgehege zum Wühlen und Relaxen. Die Schweine leben stressfreier und gedeihen prächtig.

Neu hinzugekommen sind Hasen. Ein Männchen und zwei Weibchen. Wir wünschen viel Erfolg!

Die neue Küche

Was lange währt …..
Um die unzumutbare Situation der alten Küche zu verbessern, wurden die Wände der Küche komplett umgestaltet, v. a. um die Rauchentwicklung zu minimieren. Die Front wurde geöffnet, auch um dem Personal den Blick auf den Innenhof und damit ihren Kindern zu öffnen. Lochsteine an den anderen Seiten ermöglichen außerdem gute Belüftung.

Dies wurde erst durch die Ummauerung des Grundstücks möglich, da Frau Nakajigo Sorge hatte, Fremde könnten eine „offene“ Küche sabotieren.

Ersetzt wurde außerdem der alte Ofen durch zwei neue Feuerstellen mit passgenauen Öffnungen für die dafür optimalen Töpfe. Der Durchmesser der Abzugsrohre wurde vergrößert. Die endgültige Fertigstellung – Verputzen und neuer Anstrich - ist in Arbeit.

Wir sind sehr froh, dass der Aufenthalt in der Küche nun nicht mehr gesundheitsgefährdend, sondern gemütlich für die Haushaltshilfen und die Kinder ist.

Corona in Uganda

a. Auszug aus Emmanuel Musokes Bericht

„.. wir denken oft an unsere Lieben in DE und wir schicken Herzliche liebe Gruesse und wuenschen Euch viel Kraft fuer die naechste Zeit.

Uns geht es gut, die Kinder sind gesund … wir versuchen immer so gut es geht, wenn wir unterwegs oder aus Familienkreis sind , Gesichtsmasken/Mundschutz zu tragen, keine Hand zu geben und die grossen Menschenansammlungen zu meiden ,um den so schlimmen Virus nicht heraus zu fordern.

Man hoert im Radio und liest im Media von Firmen, Geschaefte in unserem Land ,die wegen Corona Folge zu machen muessen, mehrere Firmen in Uganda haben ihren Mitarbeitern gekuendigt. Viele (Boda-boda) Motorrad -Taxi und Auto-Taxi fahrer befuerchten ihre Arbeitstellen zu verlieren, denn es darf nur Waren/Produkte und keinen Mensch auf Motorrad transportiert zu werden, der Staat will, dass es jetzt und “nach Corona” nur ganz wenige Motoraeder (Bodaboda) und wenige Taxis in Kampala gibt, damit es keine Stau mehr in Stadt gibt, man wird in Kampala in Zunkunft nur mit Busverkehr fahren koennen/duerfen.

Viele Menschen muessen sich einen anderen Job suchen ( was nicht einfach ist), man merkt zur Zeit , dass es mehr Menschen auf Dorf gibt, die als Baurer/Farmers sich beschaeftigen wollen/angefangen haben.

Viele Menschen, die kleine Geschaefte in Kampala hatten, koennen die Miete nicht mehr bezahlen und muessen mit ihren Geschaeften aufhoeren, weil die Vermieter (Land lords) ihre Waren konfisziert /abgenommen haben (als Entschaedigung), fuer viele Menschen ist die Geschaeftslage schon schwieriger geworden, das gilt auch fuer andere Staedte wie Masaka, Jjinja, Mbarara usw…. Man merkt aber , dass es Not auf dem Dorf auch gibt, denn die Menschen brauchen Lebensmittel, wie Seife, Salz, Zucker usw… dazu kommt die Krankheiten wie Malaria, Husten und andere Kinderkrankheiten wozu die armen Familien Behandlungskosten brauchen aber zum Teil nicht bezahlen koennen.

Wie schon geschrieben ist es nicht leicht die genauere Zahl mit Neuinfektionen zu sagen, denn wegen der Kosten ,kann es wohl nicht getestet werden, aber die Zahl scheint schon um einiges zugenommen zu haben ( man spricht von ca. 450 Menschen, die man nach Untersuchung entdeckt hat) und der Schwachpunkt an den Grenzen identifiziert. Es wurden alle Massnahmen getroffen um die Erkrankung von der Bevoelkerung fern zu halten, dennoch hat die Bevoelkerung die Folgen zu tragen.

Vorgestern hat der Regierungschef seine Rede (Presse Konferenz) ueber die aktuelle Lage gehalten, er hat wieder das gleiche Versprechen von Mundschutz ( kostelos zu verteilen) gemacht, was bis heute nochnicht geschehen ist. Ab morgen wird die oeffentlichen Verkehrsmittel stattfinden ( der Bus darf lauter Vorschrift nur die Haelfte von Passagieren transportieren), was schon schwer /unmoeglich sein koennte, denn in Uganda oder ueberhaeupt im ganzen Afrika haelt man sich ungerne an solche Regeln/ Vorschriften, mal sehen ,wie die Lage sich entwickelt.

Lauter unserem Praesident werden die Kirchen geschlossen bleiben aber die Schulen werden nach einem Monat wieder geoffnet aber nur fuer die Schueller/innen, die dieses Jahr ihre Abschluss Pruefungen machen ( im Primary 7, Senior 4 und Auszubildenden in Berufschulen, die bald Geselle werden) es wird aber darauf ankommen wie die Lage sich entwickelt /gezeigt hat, auf jeden Fall bleibt die Lage noch spannend. Wir wollen hoffen, dass es den Afrikanischen Kontinent mit dieser Seuche etwas verschont, denn es gibt noch schon einiges wie Ebola, Chorela, AIDS ,Ueberschwaemmungen zu bekaempfen.

Ihr Lieben wir danken Euch ganz herzlich fuer alles, was Ihr fuer uns tut und wuenschen Euch von Herzen alles Liebe und Gute, Viel Kraft, Gesundheit und Gottes reichen Segen!“

b. Auszug aus dem Bericht des Schulleiters einer ugandisch-deutschen Zusammenarbeit
“…
Well as corona virus is real the corona virus in our country is stage-managed by the state to suppress all opposition, since its part of their programme to keep all Ugandans very, very poor. All the Americans stood up when George Floyed was murdered but we have security operatives killing Ugandans every day because of curfew, what is happening here is very bad, if you talk you die. We are ruled by gun not democracy people are dying of hunger and curfew other than Covid 19.
Many people live on hand to mouth earning and many of these people have been stopped to earn a living and these are the people who are majority and in informal sector but they want change of government so for example while in lockdown the government brought buses to stop the operation of taxi drivers and it is estimated that over 150,000 will go into unemployment, instead of empowering taxi driver to merge and have buses thus more jobs, instead they forcing them out of employment.
We have over 600 corona virus cases and these are none Ugandans who happen to be track drivers who are allowed to enter the country while we are in lockdown. It’s disgusting.
Just yesterday the Health Minister hinted we might go back to total lockdown, our neighboring country Tanzania did not go into lockdown, did not impose curfew, its people are not economically, affected, did not borrow any money and here total opposite.
Therefore the Curfew is still ongoing even churches are still closed and we are not sure when the schools will open again…..”

Corona im HiH Home

Da die Schulen noch immer geschlossen sind, sind auch die Kinder alle noch zuhause. Die psychische Belastung steigt, denn die Räumlichkeiten sind sehr beengt und die Ernährungssituation schwierig.

Medical Aid

Das wöchentlich stattfindende Medical Aid Programm kann immer noch nicht angeboten werden. Dies gefährdet die gesundheitliche Situation der Dorfbevölkerung erheblich.

Mitgliederversammlung

Die diesjährige Mitgliederversammlung ist aus gegebenem Anlass heuer auf einen noch unbestimmten Zeitpunkt verschoben.

Wir wünschen euch ein großes Durchhaltevermögen bei den wirklich notwendigen derzeitigen „Sozialverzichten“ und Hygienemaßnahmen. Nur so können wir möglichst schnell wieder zur Normalität zurückkehren.

Herzliche Grüße und beste Gesundheit

Eure Renate Blank

Spendenkonto Hand in Hand für Uganda e. V.:
Volksbank Raiffeisenbank Dachau
IBAN: DE79 7009 1500 0001 5290 72
BIC: GENODEF1DCA