Reisebericht Uganda August 2012

Am 6. August flogen wir, die Vereinsvorsitzenden Renate Blank und Thomas Langsch, mit unseren Söhnen Johannes und Benedikt zum Besuch der Projekte nach Uganda.

Die lange Reise war anstrengend. Wir hatten unsere Gepäckkapazitäten von jeweils 23 + 7 kg ziemlich ausgenutzt, also ca. 120 kg Gewicht einzuchecken. Die Dame am Schalter stufte Thomas Handgepäck mit ca. 11 kg zwar nicht mehr als Handgepäck ein, gab sich allerdings zufrieden, als er ihr versprach, sein Buch herauszunehmen. (Ein Buch in der Hand, gilt halt nicht als Handgepäck und wird deshalb nicht erfasst!).

Mit 2 ½-stündigem Zwischenstopp in Doha sind wir am 07.08.2012 um 6:30 Uhr wohlbehalten am Flughafen in Entebbe/Uganda angekommen.

Unsere drei Rucksäcke und der Trolly als Handgepäck wurden durchleuchtet und nicht beanstandet. Jedoch der Inhalt unserer zwei großen Koffer, einem riesigen, mit Zellophan eingewickeltem Sack und zwei verschnürten Pappschachteln weckte das Interesse der Zöllner. Ihre Frage nach dem Inhalt beantworteten wir mit „Geschenke für bedürftige Kinder, Spielsachen, v. a. gebrauchte Kleidung“. Wir waren froh, dass er genau die Schachtel öffnen ließ, in der sich oben auf einige Schreibutensilien und andere Kleinigkeiten befanden und er daran nichts auszusetzen hatte. Wir konnten alles behalten und mussten nichts verzollen. Unsere - in die Hemden eingenähten -Geldpakete blieben unbemerkt.

Draußen vereinnahmte uns unverzüglich der unvergleichliche Duft Afrikas. Wir waren gut angekommen und freuten uns auf eine interessante und spannende Woche.

Abgeholt wurden wir von unserer Projektmanagerin Betty Nakajigo und einem langjährigen Freund Ronald Ngabo, in dessen Auto alles gerade so – nach afrikanischen Verhältnissen leicht! – hineinpasste. Uns stand eine Autofahrt von 170 km nach Masaka bevor. Wir waren neugierig auf die Straßenverhältnisse.

Die erste Etappe Entebbe – Kampala war schnell geschafft. Der aufregende Verkehr in der 2 Mio. Stadt kostete uns allerdings fast eine Stunde, wir wollten direkt zur Bank um unser Bargeld auf das Euro-Konto des Vereins einzuzahlen und unser Reisegeld umzuwechseln. Für unsere 750 Euro bekamen wir mehr als 2 Mio. Uganda Shillinge, also mehrere Pakete Scheine!

Danach ging es zu einer kurzen Besichtigung der Druckerei von Ronald und anschließend zu einem typischen Frühstück mit Kaffee, Weißbrot und vielen Bananen zu ihm nach Hause. Seine Frau Margret und die fünf Kinder freuten sich sehr über unseren Besuch und die kleinen Geschenke.

Auf der inzwischen fast durchgängig erneuerten Schnellstraße Richtung Masaka erreichten wir nach ca. weiteren 2 ½ Stunden den Äquator. Wir waren froh, dass die ursprüngliche, mit vielen tiefen Löchern durchsetzte Sandpiste, ziemlich vollständig geteert ist und wir zügig vorankamen. Das Wetter war gut, es hatte geregnet und nur ca. 24°.

Auch die Siedlung mit den kleinen Läden ist inzwischen freundlich hergerichtet und wir bekamen einen guten Kaffee.

Nachmittags gegen 17 Uhr konnten wir unsere zwei sehr ordentlichen, nahezu luxuriösen Zimmer, mit Toilette und Dusche (kalt), im Masaka Social Center beziehen.

Unser Frühstück mit Toast, Margarine, Eiern und Tee war einfach aber gut. (Die aus Deutschland mitgebrachte Riesen-Nutella war dennoch am Ende leer!). Unser wirklich fantastisches Abendessen konnten wir täglich aussuchen. Meistens verzichteten wir auf Matoke, Süßkartoffeln, Jam oder getrockneten Fisch und verwöhnten uns mit Hühnchen, Reis, Nudeln, Pommes und Salat. Solchen Standard hatten wir noch nie! Vielen Dank dafür Betty!

Das von Frau Nakajigo zusammengestellte Besuchsprogramm für die Woche war umfangreich aber nicht anstrengend. Beginnend mit einer ausführlichen Stadtbesichtigung von Masaka und dem Vorort Niyendo haben wir einige bekannte Örtlichkeiten und viele Freunde und Bekannte besucht oder getroffen. Wir waren bei allen Patenkindern des Vereins zuhause, haben unser entstehendes Begegnungszentrum begutachtet, mit Labarda John Muwonge (Hydrologist), dem Leiter für Brunnenbau in der Diözese Masaka unseren jüngsten Brunnen besichtigt sowie ein festliches Programm mit den Mitgliedern von Women in Development genießen können.

Genauere Einzelheiten der Projekte haben wir auf unserer neuen Homepage unter der bekannten Adresse: www.handinhandfueruganda.de zusammengesellt.

Wir hatten eine wirklich schöne und äußerst interessante Zeit mit wunderbaren Begegnungen. Uganda ist ein traumhaftes Land und die Leute sind fröhlich, herzlich und kommunikativ. Vieles unterscheidet sich wesentlich von unseren Standards. Es ist einzigartig, wie die Menschen selbstverständlich mit ihren – für uns – schwierigen Lebensbedingungen umgehen. Es ist jedoch erforderlich, sie in ihrer doch spürbaren Aufwärtsbewegung noch weiterhin zu begleiten. Es lohnt sich für uns und für unsere gemeinsame Welt. Wir haben viel Kraft gewonnen noch mehr Anstrengungen für eine zukünftige Chancengleichheit zu unternehmen.

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