Einwohner

Die über 32 Mio. Einwohner verteilen sich auf mehr als 40 verschiedene Volksgruppen. Die Zahl der in Uganda lebenden Europäer liegt bei wenigen Tausend. Fast 90% der ugandischen Bevölkerung leben auf dem Land, und zwar überwiegend in Streusiedlungen. Neben der Metropole Kampala (1,5 Mio. Einwohner) gibt es mehrere mittelgroße Städte (von denen Jinja, Mbale, Mbarara und Masaka die größten sind).

Die Besiedlungsdichte erreicht in der Kigezi-Region im Südwesten Spitzenwerte von über 300 Einw./km², daneben gelten auch der Osten (um Mbale) und Zentraluganda mit über 150 Einw./km² als dicht besiedelt. Im lebensfeindlicheren Norden und Nord­osten (besonders in Karamoja) liegen die Werte unter 40 Einw./km².

Das Wesen der Ugander ist freundlich und nach fast 20 Jahren Terror, Krieg und Vertreibung von Hoffnung und Optimismus geprägt. Fremde Besucher erfahren eine zuvorkommende und freundliche Behandlung.

Demografie Ugandas

Bantu, Niloten und zentralsudanische Völker machen einen Großteil des Volks von Uganda aus.

Die Bantu stellen zahlenmäßig die meisten Einwohner. Zu ihnen gehören die Baganda mit rund
18 % Bevölkerungsanteil, die Basoga im südöstlichen Gebiet (11 %), die Banyankole (8 %) und Bakiga (8 %) im Südwesten, die Banyoro im zentralen Westen (3 %), die Batoro (3 %) und Bagisu im Osten, die Bahima (2 %), die Banyarwanda, die 6 % stellen, und viele andere kleinere ethnische Gruppierungen.

Im Norden ist die nilotische Sprachgruppe mit den Lango (6 %) und Acholi (4 %) vorherrschend. Im Nordwesten leben die Lugbara (4 %), im Nordosten die Karamojong (2 %).

Europäer, Asiaten und Araber machen nur rund 1 % des einheimischen Volks aus.

Bevölkerungswachstum

Mehr als die Hälfte des Volks Ugandas ist unter 15 Jahre alt. Damit hat Uganda die durchschnittlich jüngste Bevölkerung der Welt. Das Bevölkerungswachstum ist trotz der HIV/AIDS-Epidemie mit ca. 3,37% (2011) hoch. Sollte sich dieser Wert in den nächsten Jahrzehnten nicht entscheidend ändern, wird die ugandische Bevölkerung bis zum Jahr 2050 auf etwa 128 Millionen Menschen angestiegen sein, womit eine wahre Bevölkerungsexplosion bevorsteht.

Statistiken

Bevölkerungsentwicklung Ugandas (in 1.000 - Stand 2005)

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Einwohnerzahl (Stand: 2011) ca. 32 Mio.

Altersaufbau:
0-14 Jahre: 50 % (männlich: 7.091.763; weiblich: 6.996.385)
15-64 Jahre: 47,8 % (männlich: 6.672.071; weiblich: 6.727.230)
65 Jahre und älter: 2,2 % (männlich: 266.931; weiblich: 351.374)

Bevölkerungswachstum: 3,37 %

Geburtenrate: 47,35 Geburten/1.000 Einwohner

Sterberate: 12,24 Todesfälle/1.000 Einwohner

Migrationssaldo: -1,4 Migranten/1.000 Einwohner

Geschlechterverhältnis:
bei der Geburt: 1,03 Männer/Frau
unter 15 Jahren: 1,01 Männer/Frau
15-64 Jahre: 1,01 Männer/Frau
65 Jahre und älter: 0,76 Männer/Frau
Gesamt: 1 Mann/Frau (2006 estimate)

Kindersterblichkeit: 66,15 Todesfälle/1.000 Lebendgeburten

Lebenserwartung bei der Geburt:
Gesamtbevölkerung: 52,67 Jahre
Männer: 51,68 Jahre
Frauen: 53,69 Jahre

HIV/AIDS:
Neuinfektionen bei Erwachsenen: 4,1 % (2003)
HIV-positive Menschen: ca.5,4 % (2007
Todesfälle aufgrund von AIDS: 78.000 (2003)

Religionen: (2002)
Christentum 85,1 % (Römisch-Katholisch 41,9 %, Church of Uganda 31,9 %, andere Protestanten 10,3 %, andere Christen 1 %), Islam 12,1 %, Naturreligionen 1 %, andere 0,7 %

Vor der Vertreibung der Asiaten durch Idi Amin 1972 gab es größere Zahlen an Sikhs und Hindus in den Städten, in Kampala sind ihre Tempel unübersehbar. Eine kleine Minderheit der Ugander hängt Naturreligionen an.

Sprachen:
Englisch (Amtssprache, verwendet in Schulen, Zeitungen und manchen Radiosendern), Luganda, Bantusprachen, Swahili, Arabisch

Alphabetisierung:
Definition: Bürger ab 15, die lesen und schreiben können
Gesamtbevölkerung: 69,9 %
Männer: 79,5 %
Frauen: 0,4 % (2003)

Bildungssystem in Uganda: Fundament für die Zukunft

Ein vollständiges Schulleben eines ugandischen Kindes beginnt mit der "Ordinary School" (1. bis 7. Klasse), setzt sich in der Secondary School fort (8. bis 11. Klasse) und endet mit der "Advanced Secondary School" und damit der Hochschulreife. Dabei gibt es 3 Typen von Schulen:

Staatliche Schulen
Die Ordinary Schools sind frei von offiziellen Schulgebühren, wodurch jedem Kind eine schulische Minimalausbildung gewährt werden soll. Gleichwohl ist pro Kind ein Kostenbeitrag in Höhe von 10 Euro an die Schule zu entrichten. Außerdem kommen auf die Eltern noch die Kosten für das Lehrmaterial zu. In der Summe ist dies für viele eine hohe Belastung.

In den Secondary Schools werden Gebühren in Höhe von 200 bis 600 Euro fällig. Je besser die Schule, desto höher die Gebühren. Da schon 200 Euro pro Kind für die meisten Familien zu teuer ist, verlassen die meisten Schüler nach der 7. Klasse die Schule.

Missionarsschulen
Auch hier werden Gebühren erhoben, aber auf der anderen Seite auch Stipendien vergeben. So haben auch Kinder aus armen Familien Zugang zur wichtigen schulischen Grundausbildung.

Private Schulen
Diese gelten als die qualitativ besten Schulen. Das Lehrpersonal erhält das höchste Einkommen und die (zahlenden) Eltern achten sehr auf eine gute Ausbildung ihrer Kinder. Dies hat dann auch seinen Preis, der für die meisten Ugander unerschwinglich ist.

Das Schuljahr wird unterteilt in Trimester (Februar bis Mai, Mai bis August, September bis November), die jeweils durch kleine Ferien unterbrochen sind. Prüfungsphase ist Anfang Dezember, gefolgt von den großen Ferien bis Anfang Februar.

Universitäten

Universitäten gibt es ebenfalls in Uganda. Die Makerere-Universität in Kampala ist mit rund 33.000 eingeschriebenen Studenten (Juli 2007) und 22 akademischen Abteilungen die größte und bekannteste.

Uganda hatte zur Zeit der Unabhängigkeit ein relativ gutes Bildungswesen und besaß mit der Makerere-Universität in Kampala die erste und lange Zeit wichtigste Hochschule Ostafrikas. Durch die jahrelangen Unruhen hat das Bildungswesen jedoch stark gelitten. In den letzten Jahren wurde in den Sektor wieder stark investiert, allerdings haben die Eltern im Sekundarbereich hohe Schul­gebühren zu zahlen bzw. finanzieren auch das private Schulwesen.

Die allgemeine Schulpflicht ist in Uganda verfassungsrechtlich verankert, doch sind etwa 40% der Grundschullehrer nicht ausreichend ausgebildet. Die Einschulungsraten erreichten im Jahr 2006 im Grundschulbereich ca. 90% und im Sekundarschulbereich etwas über 15%, die Zahl der Hochschü­ler stieg auf über 25.000 (Verdoppelung seit 1995). Die Unterschiede in den Einschulungsraten zwischen Mäd­chen und Jungen sind sehr gering. Ergebnis dieser Politik war eine Alphabetisierungsrate von fast 70% im Jahr 2005. Die große Bedeutung der Bildung für die Zukunft Ugandas findet Ausdruck im hohen Anteil an den Staatsausgaben. Die Regierung konzentriert sich derzeit stärker auf den pri­mären Bildungs­sektor, weshalb hier auch eine Schulgebüh­renbefreiung durch­gesetzt wurde. Durch eine frau­enfreund­liche Bildungspolitik soll die wesentlich höhere Schulabbruchquote bei Mäd­chen verringert werden.

Englisch ist Amtssprache und wird von den meisten Ugandern mit Schulbildung beherrscht. Seit dem Jahr 2005 hat auch Suaheli den offiziellen Status einer Amtssprache. Verkehrssprachen sind die einzelnen Bantusprachen, insbesondere Luganda und Suaheli, sowie hamitische, nilotische und sudanesische Sprachen. Die kulturellen Unterschiede zwischen den Bevölkerungsgruppen sind erheblich. 

Gesundheitswesen

Uganda gibt eine Einwohnerzahl von mehr als 32 Millionen an. Es war eines der ersten Länder Afrikas, die zugaben, von AIDS betroffen zu sein. Früh setzten Aufklärungskampagnen ein und Aids wird im Vergleich zu anderen afrikanischen Staaten sehr offen diskutiert. Da Uganda als Vorzeigeland in der Aidsbekämpfung Spenden aus dem Ausland erhält und unter hohem internationalen Erfolgsdruck steht, sollten alle Angaben zur Bevölkerung unter diesen Gesichtspunkten kritisch hinterfragt werden. Aus den genannten Gründen werden Aids-Kranke bei der medizinischen Versorgung teilweise bevorzugt.

Im Gesundheitsbereich stellen die geringe, inzwischen aber wieder steigende Lebenserwartung (2009: 52,7 Jah­re) sowie die hohe Kindersterblichkeitsrate (2011: 66 pro 1000 Lebendgeburten) und Müttersterblichkeitsrate (510 pro 100.000 Lebendgeburten) die größten Herausforderungen dar. Insbesondere die Auswirkungen der HIV/ AIDS-Epidemie, die derzeit, gefolgt von Tuberkulose und Malaria, laut Sta­tistiken die Krankheit mit den meisten Todesfällen in Uganda darstellt, sind gravierend.

Für das ugandische Gesundheitssystem ist eine Kombination von ca. 50% öffentlicher und 50% privater Gesundheitsversorgung charak­teristisch. Mit einer ärztlichen Versorgung von einem Arzt auf ca. 12.500 Personen (2011) hat sich die Versorgung in den letzten 20 Jahren kon­ti­nuierlich verbessert. Im Bereich der HIV/AIDS-Prävention ergriff die Regierung Ugandas angesichts einer extrem rasch ansteigenden Infektionsrate, verglichen mit anderen afrikanischen Ländern, relativ bald Maßnahmen. Dabei konzentrierte man sich auf Informationskampagnen mit größtmöglicher Reichweite, und es konnte eine bemerkenswerte Eindämmung der HIV-Infektionsrate erzielt werden. Trotzdem wird die Zahl der HIV-Infizierten auf 1–2 Mio. Ugander geschätzt.

Der Text wurde aus folgenden unterschiedlichen Quellen zusammengestellt (für evtl. Widersprüche kann keine Verantwortung übernommen werden)

1. Der größte Teil stammt aus „Wikipedia, die freie Enzyklopädie“ unter dem Stichwort „Uganda“. Deshalb wurden einige interessante Links zur Online-Enzyklopädie im Text belassen.

2. Der Rest der Daten stammt von der Homepage des Konsulats von Uganda. Der Verwendung wurde zugestimmt.

3. Die Tabelle am Anfang von „Allgemein“ haben wir von der Internetseite safari-in-uganda mit geringen Änderungen übernommen. Ebenso den ersten Teil des Abschnitts über das Bildungssystem in Uganda. Der Verwendung wurde zugestimmt.

Wir bedanken uns bei allen ausdrücklich dafür!