Entstehungsgeschichte des Vereins

Thomas Langsch lernte Emmanuel Musoke aus Uganda 1993 – 1995 als Lehrer bei dessen Ausbildung zum Drucker in München in der Berufsschule kennen. Im Laufe dieser Zeit entwickelte sich zwischen den beiden – auch durch private Kontakte – eine große Verbundenheit.

Nach Emmanuel Musokes Rückkehr nach Uganda 1995 und seiner Heirat mit Goretti Namuyomba arbeitete er in der Druckerei der Diözese von Masaka. Goretti Namuyomba war damals noch als Krankenschwester tätig. Sehr bald begannen sie Aids-Waisenkinder in ihrem Haus aufzunehmen.

Das kleine Mädchen Betty Nakajigo machte den Anfang. Sie sollte aufgrund der finanziellen Not ihrer eigenen Familie mit dreizehn Jahren an einen Mann zur Heirat verkauft werden. Um dies zu verhindern, wurde sie 1997 auf Drängen Goretti Namuyomba Musokes von der Familie Musoke aufgenommen, um bei der Erziehung des ersten leiblichen Kindes zu helfen. Bis 2008 wurden noch weitere fünf Aidswaisenkindern adoptiert.

Im Jahr 2000  startete Thomas Langsch das „Projekt Flaschenpfand“, bei dem er in seiner Schule nicht zurückgegebene Flaschen in den Klassenzimmern sammelte und das dafür erhaltene Flaschenpfand auf ein Konto einzahlte.

2004 veranstaltete Thomas Langsch eine große Feier zu seinem 50. Geburtstag. Die Idee von Renate Blank, Emmanuel Musoke hierzu einzuladen, konnte verwirklicht werden. Hierbei setzten viele Gespräche und neue Kontakte sowie das anlässlich des Geburtstages gespendete Geld von mehr als 3.000,- € enorme Impulse.

Nach Emmanuel Musokes Rückkehr nach Uganda wurden rasch  folgende weitere Projekte verwirklicht:

  • Aufbau eines „Tante-Emma-Ladens“ zum Verkauf von alltäglich notwendigen Dingen wie Mehl, Hefte, Seife usw.
  • Kauf eines Grundstücks durch Renate Blank zum Zwecke der Aufforstung für den Erhalt des Baumbestandes, der durch den Bedarf an Feuerholz in Gefahr ist
  • Zusicherung weiterer finanzieller Unterstützung zum fortschreitenden Aufbau des Aidswaisen-Projektes.

Der einmalige und enge Kontakt zu Goretti Namuyomba Musoke und Emmanuel Musoke ist einer der Gründe, warum Thomas Langsch und Renate Blank in ihrem Engagement für Uganda nicht nachließen, sondern immer neue Wege suchten, die Hilfe zur Selbsthilfe zu verstärken. 2006 erfüllten sie sich den Wunsch, sich selbst vor Ort ein Bild zu machen und unternahmen eine Reise nach Masaka/Uganda. Erschüttert ob der enormen Armut in diesem Land, der vielen hungernden Kinder und der Ausweglosigkeit, erfuhren sie beschämende Gastfreundschaft, Herzlichkeit und Dankbarkeit. Dies war für sie die Bestätigung, dass in Uganda Hilfe dringendst nötig ist. Zugleich konnten sie ich überzeugen, dass die Verwaltung und der Einsatz der Spendengelder durch die Helfer vor Ort optimal gesichert sind: das Geld wird ausgewogen zum Aufbau einer Aidswaisenstation, zur Unterstützung ärmster Familien sowie überlegt für alle Projekte eingesetzt.

Dem großen sozialen Engagement, dem Organisationstalent und den hervorragenden Kontakten der beiden vor Ort ist es zu verdanken, dass immer mehr Familien auf ihren eigenen Füßen stehen können. Durch den Aufbau eines Internetcafes, eines Friseurladens sowie einer Strickerei wurden Arbeitsplätze geschaffen, die wiederum zur Versorgung weiterer Familien beitrugen.

Um die Fortführung der Arbeit in Zukunft zu sichern, wurde im April 2009 der Verein „Hand in Hand für Uganda“ gegründet. Aus Vereinsmitteln wurde seit 2009 Frau Betty Nakajigo ein mittlerer Schulabschluss und ein halbjähriger Deutschkurs im Goethe-Institut in Kampala finanziert. Im Anschluss daran war sie im August 2011 erstmals in Deutschland. Hier wurde mit ihr gemeinsam die weitere Entwicklungszusammenarbeit besprochen und geplant.

Folgende Entscheidungen wurden partnerschaftlich getroffen:

1. Das Anfangsprojekt mit Goretti Namuyomba und Emmanuel Musoke wird nicht mehr weiter unterstützt. Das Vereinsziel „Hilfe zu Selbsthilfe“ ist offensichtlich erreicht. Das Projekt wird außerdem durch viele andere Unterstützer weiter getragen.

2. Mit Betty Nakajigo wird der Verein ein neues Projekt beginnen. Geplant ist der Bau eines Bildungs- und Begegnungszentrums mit angegliedertem Mustergarten/Landwirtschaft und der Möglichkeit, es später um eine Vor- und Grundschule zu erweitern. (s. Projekt „Ausbildungs- und Begegnungszentrum“)

Um alle Aktivitäten auch in Zukunft finanziell abzusichern und weitere dazu zu nehmen zu können,  brauchen wir Ihre Unterstützung. Werden Sie Vereinsmitglied oder unterstützen Sie unsere Arbeit mit einer Spende! Danke!

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Hand in Hand für Uganda e.V.
Volksbank Raiffeisenbank Dachau
BLZ: 700 915 00
Kto.-Nr. 152 90 72